"Neue Strategien gegen multiresistente Krankheitserreger mittels digitaler Vernetzung"

 

bayresq.net

 

 

Laut WHO stellen antimikrobielle Resistenzen langfristig die größte Bedrohung für die Gesundheit und das Leben der Menschen dar. Weltweit werden dazu vielfältige Forschungsansätze verfolgt.

 

Ziel des bayernweiten Forschungsnetzwerks „Neue Strategien gegen multiresistente Krankheitserreger mittels digitaler Vernetzung“ ist es, neuartige Ansätze in der Grundlagenforschung aufzugreifen, die die Resistenzentwicklungen bei Infektions­erregern adressieren und der Resistenzausbreitung entgegenwirken.

 

Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können Anträge zur Förderung einer Forschungsgruppe stellen. Die Gruppen sollen sich zusammensetzen aus zwei bis maximal drei akademischen Partnern bzw. einer zentralen akademischen Corefacility (in den Be-reichen Sequenzierung, Proteomics und Metabolomics). Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen bis zu sieben solcher Forschungsgruppen gefördert werden.

 

Das zentrale Anliegen des Programms besteht darin, ein besseres Verständnis der Vorgänge während einer Besiedelung/Infektion und der Wechselwirkungen zwischen Pathogen und Wirt zu gewinnen. Hierfür soll über den gezielten Einsatz moderner Datenvernetzung und -nutzung zwischen den bayresq.net Projekten eine gemeinsame Strategie implementiert werden, die es allen Beteiligten erlaubt, neu erhobene Daten unmittelbar zu nutzen.  

 

Der Aufbau und die Optimierung der projektübergreifenden Datenplattform sowie deren nutzerfreundliche Betreuung werden von der Geschäftsstelle organisiert und zusammen mit den akademischen Teams, die ihre Daten dort einspeisen, betrieben. Die Mitglieder des Netzwerks sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können so ihre Daten über die Datenplattform auswerten, verwalten und teilen.

 

Durch Zusammenarbeit mehr erreichen

 

Durch die im Rahmen des Forschungsnetzwerks geförderten Vorhaben wird Bayern sowohl im Bereich der Lebenswissenschaften als auch des Datenmanagements gestärkt. Zugleich kann damit die Grundlage für neue Therapien in der Zukunft geschaffen werden.

Die Bayerische Staatsregierung konnte in den letzten Jahren die Rahmenbedingungen für die Forschungslandschaft in Bayern kontinuierlich verbessern und so optimale Grundlagen für innovative neue Wissenschaftsfelder generieren. Gerade im Bereich der Molekularbiologie ist es gelungen, rasch auf internationale Trends zu reagieren und spezifische Schwerpunktthemen aus der Wissenschaft aufzugreifen und voranzubringen.
 
Ein anschauliches Beispiel hierfür liefern die bereits geförderten Forschungsprogramme „Bayerisches Genomforschungsnetzwerk“, „Bayerisches Immuntherapienetzwerk“ und „Bayerisches Forschungsnetzwerk für Molekulare Biosysteme“. Die Ergebnisse dieser Förderprogramme haben gezeigt, dass die Vernetzung von Forschungs­projekten über alle Hochschulen im Freistaat hinweg stets mit einem deutlichen Mehrwert für die Entwicklung in Wissenschaft und Wirtschaft verbunden war. Die hervorragende Forschungslandschaft und das Herausgreifen aktueller Themen sind die beiden wesentlichen Grundpfeiler, die in ihrer Innen- wie Außenwirkung dazu beige­tragen haben, Biotechnologie und molekulare Medizin in Bayern auszubauen und international sichtbar zu machen.
 
Das Forschungsnetzwerk bayresq.net bietet die Chance, über die Belebung der Grundlagen-wissenschaften in den Forschungsbereichen der Immunologie, des Mikrobioms sowie der Infektionsforschung wichtige Voraussetzungen für die Bewältigung zukünftiger Heraus-forderungen auch über die Grenzen Bayerns hinaus zu legen .